Als "Kirchen-Pionier" im neuen Stadtteil

Gemeinde im Aufbruch Fassungslos, aber hoffnungsstur

Kirche sein ohne Gebäude, ohne feste Struktur, trotzdem mittendrin - das will das Pionier-Projekt im neuen Schweinfurter Stadtteil "Bellevue".

Vier Kinder liegen auf Steg und beobachten das Wasser
Wenn früher irgendwo neue Stadtteile wuchsen, wurde dort über kurz oder lang auch eine neue Kirche oder ein Gemeindezentrum gebaut. Im fränkischen Schweinfurt entsteht seit einigen Jahren aus der früheren US-Kasernensiedlung Askren Manor am westlichen Siedlungsrand der neue Stadtteil
"Bellevue" - also: "Schöne Aussicht". Doch  einen Kirchenbau soll es zumindest evangelischerseits für die bis zu 3000 Bewohner nicht geben. Präsent sein will die Kirche trotzdem - mit einem "Pionier".
"Ganz genau wissen wir auch noch nicht, was wir machen und wie wir es machen", sagt Johannes Michalik: "Aber wir haben viele Ideen." Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Michalik als Gemeinde- und Jugendreferent in der evangelischen Auferstehungskirche im benachbarten Stadtteil Bergl, noch in Vollzeit. Ab September wird der Familienvater auf einer Halbtagsstelle Pionier in "Bellevue". Die Synode, das Kirchenparlament der bayerischen Protestanten, fördert die innovative Idee als "MUT-Projekt".